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Einsätze 2003:

Schwerer Verkehrsunfall
02.01.03

Waldbrand
15.08.03 - 18.08.03

Datum Uhrzeit Einsatzart Einsatzstelle Einsatz Nr.
15. - 18.08.03 14:00 Waldbrand L3303 2003
Einsatzkräfte  Eingesetzte Fahrzeuge FF Bickenbach

200 Feuerwehrleute,
fast 40 Fahrzeuge

 

Die FF Bickenbach wird wegen einer Rauchentwicklung im Forst zwischen der L 3303 und der Bahnlinie alarmiert. Beim Eintreffen der ersten beiden Fahrzeuge steht neben dem parallel zur L 3303 verlaufenden Waldweg eine Waldfläche von ca. 2.000 qm in Vollbrand. Das Feuer breitet sich durch den auffrischenden Wind schnell in Richtung der L 3303 aus. Nach der ersten Erkundung der Lage werden die Feuerwehren Pfungstadt und Seeheim zur Unterstützung angefordert. Die Einsatzkräfte der FF Bickenbach verhindern das überspringen des Feuers über den Waldweg und beginnen das Gebiet von Westen her abzulöschen, während von den anderen Feuerwehren an der L 3303 eine zweite Verteidigungslinie aufgebaut wird.

Ein übergreifen der Flammen auf den Wald östlich der Straße muss unter allen Umständen verhindert werden, da das Feuer in dem angrenzenden großen Waldgebiet nur sehr schwer unter Kontrolle zu bringen sein würde. Mit einem massiven Aufgebot aller Nachbarwehren kann das Feuer an der L3303 aufgehalten werden. Die Einsatzkräfte haben hierbei gleich mit mehreren erschwerenden Faktoren zu kämpfen:

  • Es gibt dort außerhalb keine Hydranten. Um die abgelegene Einsatzstelle mit Löschwasser zu versorgen, müssen etliche Kilometer Schlauch verlegt und ein Pendelverkehr mit mehreren Tanklöschfahrzeugen gefahren werden. Ausreichend Löschwasser steht somit nicht sofort zur Verfügung.
  • Der Wald ist staubtrocken. Jede Windböe treibt eine mehrere Meter hohe Feuerwand voran und kann so zur ernsten Gefahr für die Einsatzkräfte und -fahrzeuge werden.
  • Temperaturen von fast 40° C im Schatten. In der Nähe des Brandes natürlich wesentlich höher. Das Arbeiten in den Flammschutzanzügen der Feuerwehr wird hier zur Qual. Wegen der starken Rauchentwicklung muss stellenweise sogar schwerer Atemschutz getragen werden.
  • Der Waldboden gleicht einer Kraterlandschaft und behindert ein schnelles Vorankommen der Einsatzkräfte mit ihrem Material.

trotz all dieser widrigen Umstände ist das Feuer nach ca. zwei Stunden unter Kontrolle und die Nachlöscharbeiten beginnen. Gegen 22:00 Uhr können die meisten der eingesetzten Feuerwehren abrücken. Eine Brandwache der Feuerwehren Bickenbach und Alsbach löschen die ganze Nacht über noch Glutnester und kleinere Feuer ab. Am nächsten Morgen um 11:30 Uhr können auch diese völlig erschöpften Kräfte vorerst nach Hause gehen. Insgesamt waren ca. 200 Feuerwehrleute aus Bickenbach, Seeheim-Jugenheim, Pfungstadt, Alsbach-Hähnlein, Griesheim, Gernsheim und der Werkfeuerwehr Merck mit fast 40 Fahrzeugen im Einsatz.

Unterstützt und betreut wurden sie von Helfern des THWs, der Johanniter Unfallhilfe, des Roten Kreuzes Hähnlein, der Polizei, der Forstbehörde, des Straßenbauamtes sowie von einigen Landwirten, die mit ihren Sauganhängern unzählige Kubikmeter Löschwasser heranschafften. Trotz regelmäßiger Kontrollen des Brandgebietes muss die Feuerwehr Bickenbach am Sonntag und am Montag noch einmal zu kleineren Bränden und Glutnestern ausrücken. Erst der lang ersehnte Regen am Dienstag löschte die letzten Glutnester im Waldboden endgültig ab.

Die Brandfläche wurde auf ca. 40.000 qm geschätzt und war bis dahin der größte Waldbrand im Land Hessen. Verletzte gab es glücklicherweise keine aber der Sachschaden dürfte erheblich sein, da das betroffene Gebiet komplett neu aufgeforstet werden muss.

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