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Entwicklung des Schlauchmaterials

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Die Geschichte der Schläuche

Die Schläuche sind einer ständigen Entwicklung unterworfen. Stets wurde versucht, sie auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Mit der Entwicklung neuer Fasern, neuer Möglichkeiten der Herstellung und der Abdichtung wechselten ständig das Aussehen und der Wert der Schläuche.

Im Jahre 1558 in Augsburg die ersten genähten bzw. genieteten Schläuche statt der bis dahin üblichen Löscheimer aus Segeltuch, Leder oder Holz eingesetzt.

Der holländische Kunstmaler Jan van der Heyde wird als Erfinder der Feuerlöschschläuche genannt. Zwischen 1670 bis 1690 erfand er einen aus Segeltuch geschnittenen und aus Bahnen zusammengenähten Schlauch. Dieser wurde aber später durch Lederschläuche ersetzt.

Im Jahre 1809 Verbesserte der Jenaer Hofkupferschmied Pflug die Lederschläuche. Er hielt sie durch Nieten zusammen. Diese genieteten Lederschläuche waren noch bis etwa 1870 bei der Feuerwehr Berlin fast ausschließlich im Gebrauch.

Etwa um 1700 wurde durch den Weber Johann Christoph Beck eine völlig neue Art der Herstellung für Schläuche erfunden. Er stellte auf einem Handwebstuhl die ersten flachen, aber röhrenförmigen Schläuche her. Als Rohstoff diente quellfähiger Hanf. Durch Ungleichmäßigkeit beim weben wurde der Schlauch jedoch nicht dicht.

Es wurden versucht die Undichtigkeiten des Schlauchgewebes durch Eintauchen in Öl zu beseitigen. Aber durch das Öl wurde die Quellfähigkeit der Faser aufgehoben. Becks Erfindung setzte sich nicht durch.

Auch der Versuch einen Schlauch zu stricken schlug fehl.

Als Begründer der eigentlichen Schlauchhestellung kann der Herzog Karl August von Sachsen-Weimar angesehen werden. Er führte als erster im Jahre 1781 das weben nahtloser Schläuche ein. Es handelte sich um handgewebte Schläuche, die durch die Quellfähigkeit des Fasermaterials dicht wurden.

Der Hannoveraner Hofschornsteinfeger Benzinger erfand im Jahre 1836 das Gummieren der Schläuche. Ab nun war man nicht mehr von der Quellfähigkeit der Faser abhängig. Dieser Schlauch wurde zwecks Gummierung nach dem Weben gewendet, mehrfach mit Gummilösung bestrichen und anschließend wieder gewendet.

Auf dem Deutschen Feuerwehrtag 1865 in Leipzig wurde der erste gummierter Schlauch vorgeführt. Dieser Schlauch war bereits in ganzer Länge nach, einer Art Streichverfahren gummiert worden. Diese neuen Schläuche verdrängten die gebräuchlich Lederschläuche.

Trotzdem behauptete sich der ungummierte Schlauch noch lange.

Mit der Entwicklung mechanischer Webstühle wurde das Gewebe der Schläuche dichter und gleichmäßiger. Dadurch konnte die Quellfähigkeit der Faser voll wirksam werden.

Die heute im Feuerlöschwesen gebräuchlichen Schläuche werden in

  • Druckschläuche und
  • Saugschläuche 

unterschieden.